Es begann am 01.01.2010 um ca. 7 Uhr morgens. Nach einem erfüllten Silvesterabend gab es bei mir zu Hause noch ein paar Schlummi-Biere um den Abend abzurunden. Da fiel mir der leere Behälter von meinem kaputten Aktenvernichter auf. Was könnte man damit machen? Wegwerfen? Spenden? Oder sinnvoll für eine andere Aufgabe weiternutzen? Ich entschloss mich für Letzteres.
Nachdem mein Projekt “Jeden Tag ein Bild machen über ein Jahr lang” nach ein paar Tagen schon aus Faulheit gescheitert war, wurde es Zeit für ein neues Projekt. Und da ich gerade dabei war, ein paar Bierchen zu trinken kam die Idee zu dem Projekt “Crown Cap”. Warum nicht mal ein Jahr lang sämtliche Bier Kronkorken sammeln und schauen wieviel da so zusammen kommt. Gesagt getan.
Die ersten Kronkorken landeten also schon an diesem Neujahrs-Morgen in dem alten Aktenvernichter – Auffangbehälter. Und so sollte es das ganze Jahr 2010 weitergehen.
Inzwischen haben wir schon 8 Tage lang das Jahr 2011. Es wurde also Zeit für eine Bestandsaufnahme. Vorher muss ich jedoch ein paar Einschränkungen zu diesem Projekt bekanntgeben.
- Das Projekt ist leider nicht vollständig repräsentativ. Es wurden nur die Caps gesammelt, die ich auch in meinem Zuhause verköstigt hatte
- Ich habe sicher nicht zu 100% alle Caps in den Behälter geworfen. Aus Gründen :-)
- Es zählten nur meine eigenen Caps; Caps von Besuchern wurden nicht mitgesammelt

Als erstes galt es, die Cap Sammlung von “Blindgängern” zu befreien. Caps von Selter und Colaflaschen zählen nun wirklich nicht bei diesem Projekt. Meine fleißige Assistentin half mir dabei, die Sammlung von dem Ballast zu befreien und die Bestandsaufnahmen voranzutreiben.

Nach einer langen Zähl-Orgie stand das Ergebnis fest:

Mal schauen was das Jahr 2011 so bringt :-)
Januar 8th, 2011 at
15:33 in
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Als absoluter Zombiefreak war ich mega heiß auf den Start der Comic Adaption in Form einer TV Serie von Walking Dead. Ich kannte zwar nur wenig von der Comic Serie, aber das was ich kannte, erfreute mein Herz. Aber es gab von mir auch Bedenken bei dem Thema Zombies und TV: wie wird die Umsetzung sein? Wie hoch ist der Gore-Level? Wie “realistisch” ist die Serie? Wieviel wird von der Comic Serie übrig bleiben? Diese Fragen konnten nur mit der ersten Folge der TV Serie geklärt werden. Und was die erste Folge bot, war epochal.
Folge 1 der Serie war gefüllt mit einem gut dosiertem Gore-Level. Für die Effekte ist kein anderer als Greg Nicotero verantwortlich, was man auch deutlich zu sehen bekommt. Schön gestaltete Make Up Effekte, sehr dezent eingesetzte CGI Effekte und jede Menge Blut dort wo es sein muss. Aber nicht nur das war genial. Es stimmte alles: Settings, das Verhalten der Charaktere, die Atmosphäre, der “Realitäts”grad sowie die Grundstory an sich. Die erste Folge war somit schneller zu Ende als gedacht. Der Wunsch nach Mehr war geweckt.
Folge 2 bot eine ähnliche Qualität wie der Pilot. Die Erzählgeschwindigkeit war zwar etwas runtergeschraubt worden, aber insgesamt wurde für den Gorehound viel geboten. Es war nicht verwunderlich das die ersten beiden Folgen im deutschen Pay TV Federn lassen mussten. Warum jemand für sowas Geld zahlt werde ich nicht verstehen, aber das nur am Rande. Am Ende von Folge 2 war für mich klar das ich die Serie (erstmal bestehend aus 6 Folgen) ganz sicher auf Blu Ray in meinem Regal stehen haben werde. Die Vorfreude auf die 3. Folge war unerträglich groß.
Und dann kam sie. Folge 3. Der Wendepunkt. Was ist da denn passiert? Habe ich statt Walking Dead GZGZ angeschaltet? Nein hatte ich nicht. Aber es kam so vor. Herzschmerz hier, “wer hat mit wem” dort, Gossip Gelaber überall. Zombies? Kaum. Die Pace war quasi eingefroren. Die Atmosphäre tot. Das Gefühl von Endzeitstimmung wich einer Seifenoper-Langeweile auf RTL um 15 Uhr. Am Anfang der Folge gabs 1-2 Zombies zu sehen und am Ende nochmal genauso viele. Das wars. Ernüchterung. Enttäuschung. Und leider änderte sich das nicht mehr mit Folge 4.
Die 4. Folge war zwar nicht mehr ganz so blutleer wie die Dritte, jedoch gab es hier deutlich mehr Logik und “Realitäts”fehler, was in meinen Augen noch viel schlimmer ist. Schon erstaunlich das die Gruppe, nachdem ihr innerhalb der Stadt deren Auto geklaut wurde, sich zu Fuß zum Camp aufmachen. Es stehen ja nicht hunderte von verlassenen KFZs herum, die man nehmen könnte. Ein Beispiel von “passt nicht”. Ganz schlimm war der Schluß. Klar ist der Verlust der eigenen Schwester hart. Die Trauer war auch gut präsentiert in schauspielerischer Hinsicht. Aber sich in der blutüberströmenden Leiche der Schwester laben, wo sie doch vor wenigen Minuten von Zombies infiziert wurde, würde von mir mit dem Tod bestraft werden. Schließlich weiß keiner in der Serie wodurch die Zombieplage ausgelöst wurde. Es wird diesbezüglich auch keine Fragen gestellt. Man nimmt es einfach so hin. Besonders deutlich wird die Inkonsequenz wenn man Folge 2 mit Folge 4 vergleicht. In Folge 2 zieht die Gruppe sich Schutzanzüge an (zumindest rudimentär) um einen Zombie zu “zerhacken”. Sinnvoll und klug. In Folge 4 baden wir halt mal in Zombie Blut. Macht bestimmt jung und schön. Weiterhin hat es ganze 3 Folgen gebraucht, bis sich die Gruppe dazu entschließt, die in Folge 1 verlorenen Waffen wieder zu beschaffen. Da kommen mir doch einige Fragen auf: Warum erst jetzt? Waffen in einem Zombie Survival Settings sind mindestens genauso wichtig wie eine Internet Connection fürs iPhone. Warum genau diese Waffen? Spielt die Serie nicht in den USA? Gibt es da nicht quasi an jeder Ecke Waffen? Gerade wenn in der Stadt schon verlassene Panzer rumstehen? Selbst in Deutschland würde man in relativ kurzer Zeit an Waffen kommen. Da bräuchte man in den USA im Verhältnis wohl nur Sekunden für.
Zusammengefasst: Zu wenig Endzeitstimmung, zu wenig Survival Aktionen seitens der Charaktere, sinnloses und unnötiges Gelaber, guter Anfang schlechter Verlauf.
Mit all diesen Mängeln wird die glatte 10 von 10 Punkten Pilot Folge zu “nett aber in der Summe mangelhaft” degradiert. Die letzten beiden Folgen werde ich mir aber noch anschauen. Schließlich braucht man ja ein Gesamtbild.
Die Blu Ray jedoch ist schon virtuell aus meinem Regal verschwunden. Schade.
November 24th, 2010 at
9:10 in
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